Klimaforschung am Limit
Über 76.000 Kilometer führte der Rekordflug von Michel Gordillo über Ozeane, Eiswüsten, Dschungel und beide Erdpole. Neben dem fliegerischen Meilenstein lieferte die Mission unschätzbare wissenschaftliche Messwerte zu atmosphärischen Rußpartikeln aus niedrigen Höhen, in denen Verkehrsflugzeuge nicht fliegen.

Der Vulkan Mount Erebus, Antarktis, im Vorbeiflug in 10.000 Fuß Höhe am 08.11.2016
Messungen in unerforschten Flughöhen
Während konventionelle Verkehrsflugzeuge in großen Höhen reisen, erfasste Michel Gordillo im selbstgebauten Kleinflugzeug durchgehend Daten zu Black Carbon Particles (Rußpartikeln) in erdnahen und mittleren Schichten der Atmosphäre. Diese tiefen Flugkorridore über den entlegensten Winkeln unseres Planeten schließen eine entscheidende Lücke in der weltweiten Klimabeobachtung.

Kooperation mit der Universität Granada
Die wissenschaftliche Auswertung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Centro Andaluz de Medio Ambiente (CEAMA) der Universität Granada. Durch den Abgleich der gesammelten Kohlepartikel-Konzentrationen mit Satellitenaufnahmen gelang eine Korrelation und Interpretation globaler Klimadaten, die bisherige Modelle ergänzt.

Vorläufige Ergebnisse auf einen Blick
Die vorläufigen wissenschaftlichen Erkenntnisse wurden auf Fachpostern publiziert. Detaillierte Routenkarten, und Fotografien der Messinstrumente an Bord machen das Werk zu einem einzigartigen Dokument aus Abenteuer, Flugpioniergeist und handfester Atmosphärenforschung.
Das Aethalometer (black box) befindet sich über dem Zusatztank.